Vom Platz verbannt - 62. Cordulafeier in der Unterführung
Die städtischen Planer hatten heuer auf dem Cordulaplatz schwerere Verwüstungen angerichtet, als es sich die Zürcher 1444 je zu träumen gewagt hätten. So musste die Cordulafeier wieder unter den Schulhausplatz weichen.
Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Auch dieses Jahr erschien zahlreiches Volk, was den Brödlimeister Niklaus Merker in seiner Begrüssung sichtlich freute. Nach dem Verlesen des Schlachtbriefs durch den Herold sorgte der Schwatz zwischen Torwärter Silbereysen und Frau Kingelfuss für viel Gelächter. Die beiden nahmen alle aktuellen Ereignisse in Baden gehörig auf die Schippe.
Es folgte das erste Highlight der Cordulafeier: Die Entschleierung der Cordula. Sie heisst Lea C. Schoop, ist 21 Jahre alt und Immobilienfachfrau. Zudem eine waschechte Fasnächtlerin, spielt sie doch in der Gugge Sänklochfääger mit, was die Zunft natürlich ausserordentlich freut.
Fortgesetzt wurde die Feier mit dem nächsten Highlight, der Vorstellung der diesjährigen Geehrten. 8 Personen haben sich besonders um die Stadt Baden verdient gemacht:
Glenn Hodel, Gründer des BSC 54. Der BSC 54 ist amtierender Schweizer Meister und hat die Beach Soccer Champions League 2026 gewonnen.
Ariane Knüsel, Kantilehrerin und Historikerin, hat das Projekt Twistory ins Leben gerufen.
Lukas Hefermehl, Chefarzt Urologie am KSB, hat Bedeutendes in Medizin, Forschung und Ausbildung geleistet.
Beatrice Eglin, engagierte sich während 12 Jahren in der katholischen Kirchgemeinde Badens.
Res Peter, reformierter Pfarrer, leitete das Projekt Disput(n)ation zu 500-Jahre-Feier der Badener Disputation.
Bettina Sültmann, sammelt freiwillig und ohne Auftrag den Abfall im Badener Wald zusammen, den achtlose Güsel-Grüsel dort liegen lassen. Zudem engagiert sie sich stark für ihr Quartier Allmend.
Christof Neumann, pensionierter Lehrer aus Turgi. Vermietete während 50 Jahren günstig Skiausrüstungen an Familien und ermöglichte so Generationen von Kindern den Zugang zum Skisport.
Hanna Frei, Vollblutfasnächtlerin, die selbst mit 85 Jahren noch mit selbstgemachten Kostümen am Fasnachtsumzug teilnimmt und dies seit Jahrzehnten.
Nach den Ehrungen durfte sich das Volk an der Brot- und Weinspende gütlich tun und der offizielle Teil der Feier endete einmal mehr in einem geselligen Apéro.
Die Spanischbrödlizunft dankt der Stadt Baden und den Sponsoren herzlich für ihr Engagement und ihre Unterstützung.








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